BONSAI Arbeitskreis Niederrhein
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Aktuelles

Der BONSAI-Arbeitskreis trifft sich

wieder am Sonntag, dem

1. Dezember 2019 in der Gärtnerei Schlößer.

aktuelle Informationen

Überwinterung von Bonsai

 

Man unterteilt die Pflanzen in einheimische, winterharte Arten und andere, z.B. aus Südeuropa, die frostfrei überwintert werden müssen. Auch frisch getopfte und gestaltete Pflanzen, bei denen Stamm und Äste gebogen wurden, fallen darunter.

 

Frostfrei überwintern bedeutet die Lagerung in einem hellen und kühlen Raum, in dem die Temperatur nicht unter 0°C sinkt und langfristig möglichst nicht über 10°C steigt. Dies kann ein Flur, ein nicht geheizter Raum oder ein Gewächshaus im Schatten sein. Auch im Winter müssen Pflanzen gegossen werden, je heller und wärmer sie stehen, umso mehr Wasser brauchen sie.

 

Winterharte einheimische Arten kann man an einer schattigen und windgeschützten Stelle im Garten eingraben, am besten ohne Schale, damit der Wurzelballen Kontakt zur Erde hat und somit auch Feuchtigkeit aufnehmen kann. Der Wurzelballen sollte dabei einige Zentimeter hoch mit Erde bedeckt sein. Auch ein Kellerabgang, den man mit einer Folie abdecken kann, bietet sich an.

 

Man kann die Bäume auch in einer großen Kiste gefüllt mit isolierendem Material (Torf, Laub, Styropor) auf dem Balkon oder der Terrasse überwintern. Bei Laub sollte man darauf achten, dass es nicht von Pilzen oder Schädlingen befallen ist. Auch hier ist das Gießen nicht zu vergessen.

 

Sollte der Wurzelballen einmal durchgefroren sein, ist es auch nicht schlimm, solange die Pflanze nicht in der Sonne steht. Stamm und Äste heizen sich durch die Sonneneinstrahlung auf und verdunsten Wasser, was die Wurzeln nicht ausgleichen können; das Ergebnis: die Pflanze vertrocknet. Nur bei länger anhaltenden Frostperioden sollte man sie frostfrei aufstellen.

 

Insgesamt ist es wichtig, dass immer etwas Luftbewegung da ist, da dies vor Pilz- und Schimmelbefall schützt.

Horst Jansen​

Der japanische Fächerahorn

 

Zu den beliebtesten Laubbäumen für die Bonsaigestaltung gehört die Gruppe der Fächerahorne. Wunderschön ist das Farbspiel beim Austrieb und ihre leuchtende Herbstfärbung. In ihrer Heimat erreichen sie eine Höhe von 10 – 15 Metern.

 

Standort

Sie bevorzugen einen hellen, halbschattigen Standort, an dem sie nicht der prallen Mittagshitze ausgesetzt sind. Eine Südterrasse oder Südbalkon sind deshalb wenig geeignet.

 

Überwinterung

Temperaturen von bis zu –5 Grad werden überstanden. Die Bäume sollten allerdings vor ständigen kalten Nord- oder Ostwinden geschützt werden, da sonst die feinen Kurztriebe erfrieren könnten, auch der Neuaustrieb im Frühjahr muss vor Frost geschützt werden.

Gießen

Zum Gießen sollte möglichst Regenwasser verwendet werden. Ständiges Überbrausen der Blätter führt ebenso wie starker Wind und zu hohe Nässe im Substrat zu vertrockneten Blattspitzen.

 

Düngen/Erde

Wegen seiner Salzempfindlichkeit sollte er mit organischem Dünger versorgt werden. 

Gestaltung

Da der Ahorn stark blutet, sollte man größere Schnittmaßnahmen erst vornehmen, wenn die Knospen kurz vor dem Austrieb stehen. Außerdem verheilen die Wunden dann viel schneller. Viele Schnitte kann man auch sparen, wenn man überzählige und in die falsche Richtung wachsende Knospen frühzeitig ausbricht. Hiermit verhindert man auch das Entstehen hässlicher Quirle. Je nach Alter des Baumes nimmt man den Neuaustrieb auf ein bis zwei Blattpaare zurück oder pinziert ihn sofort (man entfernt die Triebspitze). Je früher wir pinzieren, desto dünner bleibt der Trieb.

 

Sollten die Blätter zu groß sein, können sie bis Ende Juni durch einen Blattschnitt verkleinert werden, d. h. man schneidet das Blatt ab, lässt aber den Blattstiel stehen. Da dies die Pflanze schwächt, kann er nicht jedes Jahr durchgeführt werden, da sonst mit einem verkümmerten Neuaustrieb zu rechnen ist. Folglich sollte der Blattschnitt nur an kräftigen und gesunden Pflanzen vorgenommen werden.

 

Drahten hinterlässt auf der empfindlichen Rinde sehr schnell Druckstellen, deshalb bitte öfter kontrollieren.

 

Krankheiten / Schädlinge

Ahorne werden von einigen Schädlingen wie Blattläusen, Raupen und Käfern gefährdet.

Da Pilzerkrankungen meist eine Schwächeerscheinung sind, sollten wir die Pflanzen optimal ernähren und vor ständiger Übernässung schützen. Auch sollte man vermeiden, beim Gießen die Blätter zu besprühen, da ständig feuchte Blätter ein idealer Nährboden für Pilze sind.

 

Viel Freude mit Ihrem Fächerahorn.

 

Horst Jansen

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