BONSAI Arbeitskreis Niederrhein
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Aktuelles

Der BONSAI-Arbeitskreis trifft sich

wieder am Sonntag, dem

6. Oktober 2019 in der Gärtnerei Schlößer.

aktuelle Informationen

Das Gießen von Bonsai

 

Wasser dient den Pflanzen zum Nährstofftransport und zur Abkühlung. Durch die relativ große Erdoberfläche in den Bonsaischalen verdunstet sehr viel Wasser und die darin gelösten Salze bleiben zurück und reichern sich in der Erde an. Durch kräftiges Gießen oder Tauchen spült man einen Teil davon aus.

 

 

Mit welchem Wasser soll man gießen?

Kalkliebende Pflanzen mögen es, wenn das Wasser einen höheren Kalkgehalt aufweist (Leitungswasser). Salzempfindliche Pflanzen lieben salzarmes Wasser, hier kann man Leitungswasser mit Regenwasser mischen. Moorbeetpflanzen (Azaleen und Rhododendren) lieben ein saures Substrat, hier bietet sich Regenwasser an.

Steht Regenwasser nicht zur Verfügung, kann man mit Gießwasserenthärter den benötigten pH-Wert bei Leitungswasser erreichen.

 

Wann wird gegossen?

Eine allgemein gültige Regel gibt es nicht, da viele Faktoren wie Sonne, Wind, Größe der Schale, Zusammensetzung der Erde und die Ansprüche der Pflanzensorte mitspielen. Wenn die Erdoberfläche trocken ist, hat der Topfballen noch Feuchtigkeit, aber es sollte wieder gegossen werden.

Wenn die Blätter ihren Glanz verlieren, gelb werden oder herabhängen, wird es Zeit zu gießen. Wirft der Baum grüne Blätter ab, ist er meist zu nass. Grundsätzlich gilt: feucht ist gut, nass ist schlecht.

 

Tauchen oder Gießen?

An heißen Sommertagen ist es besser, die Bäume zu tauchen, da hierbei mehr Wasser aufgenommen werden kann. Gleichzeitig werden mit dem abtropfenden Wasser teilweise die überschüssigen Salze ausgespült.

Beim Gießen mit hartem Wasser sollte soviel gegossen werden, dass mit dem überschüssigem Wasser ein Teil der angereicherten Salze durch die Abzugslöcher ausgespült wird. Man sollte immer daran denken, dass Laubbäume evtl. auch bei Regenwetter gegossen werden müssen, weil der Regen durch das dichte Blätterdach die Erdoberfläche nicht erreicht. Umgekehrt sollte man bei tagelangem Dauerregen die Pflanzen vor Übernässung schützen.

 

Eine dicke, geschlossene Moosschicht lässt schlecht Rückschlüsse auf die Feuchtigkeit des Erdballens zu. Es kann darunter viel zu nass oder zu trocken sein. Es empfiehlt sich, die Moosschicht an einigen Stellen zu entfernen, um Rückschlüsse auf die Feuchtigkeit der Erdoberfläche zu ziehen.

                                                                                                         Horst Jansen

 

Die Fuchsie als Bonsai

Die Fuchsie sehen viele als „Blümchen“ an, weil man sie nur als kurzlebige Garten- und Balkonpflanze kennt. Dabei können sie durchaus ein hohes Alter erreichen, wie die Bilder von den 15- bis über 30jährigen Fuchsien zeigen.

 

Gerade die kleinblütigen Sorten wie „Ariel“, „Lady Bells“, „Thymifolia“, „Minutiflora“ haben ihren Reiz, da Blätter und Blüten in der Größe gut zu den kleinen Bäumen passen. Auch sie erreichen bei richtiger Pflege ein hohes Alter und haben nicht den teilweise sparrigen Wuchs der größeren Sorten. Fuchsien sind gut schnittverträglich und treiben auch aus altem Holz willig aus. Drähte sind schnell eingewachsen und können dann den Ast zum Absterben bringen. Deshalb nur kurz drahten oder es mit Abspannen versuchen.

Stehen Fuchsien in der prallen Sonne, färben sich die Blätter rot; dies schadet der Pflanze nicht, nur die Wasserversorgung wird dann schwierig. Grundsätzlich gilt: gegossen wird, wenn sich die Erdoberfläche trocken anfühlt, Fuchsien haben nicht gern nasse Füße. An heißen Tagen kann es passieren, dass trotz feuchtem Substrat die Blätter schlappen; da sich die Pflanze beim Absinken der Temperatur aber wieder erholt, sollte man auf keinen Fall gießen. Fuchsien reagieren auf Staunässe mit dem Abwurf von grünen Blättern. Liegt die Temperatur längere Zeit über 28°C und die Wasserversorgung reicht nicht aus, werden die Blätter erst gelb und dann abgeworfen. Am besten gefällt ihnen ein Platz, an dem sie nicht in der prallen Mittagssonne stehen.

 

Überwintert werden sie hell bei Temperaturen von über 2°C, sie werfen dann zwar einen Teil ihrer Blätter ab, blühen teilweise aber weiter.

 

Schädlinge an Fuchsien sind Spinnmilben und Blattläuse. 

 

Vielleicht helfen diese kleinen Tipps, Neugierde zu wecken und es auch einmal mit den „Blümchen“ zu versuchen.

  Horst Jansen

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